EVERY CITY WANTS ITS OWN BILBAO II: WEIMAR, ILMPARK

 

Professur Entwerfen und Städtebau II

Prof. Dr.sc.techn. dipl.Arch.ETH Bernhard Klein

 

Städtebau wird uns in Anlehnung an die Gestalttheorie als die Kunst vorgestellt, die einzelnen Teile einer Stadt – Straßen, Plätze, Parzellen, Gebäude etc. – so miteinander in Beziehung zu setzen, dass ein Ganzes entsteht.

 

Das Territorium zwischen Erfurt und Jena wurde in vier Betrachtungsperimeter eingeteilt, wobei es sich bei meiner Gruppe um Weimar Ost handelt, in dem der Ilmpark als forcierendes Element der Landschaft und das künftige Bauhaus-Museum als forcierendes Element der Stadt gelesen werden können.

 

In dem ersten Analyseschritt haben wir uns dieses Territorium angeeignet. Dafür wurde die topographische Karte in eine große Zahl an Layern aufgefächert und nach eigenen Kriterien geordnet. Als besonderen Reiz dieses Landschaftsabschnitts haben wir die sanft ineinander übergehenden Hügel empfunden, über die sich ein gleichmäßiges Netzt von Infrastruktur und Bebauung legt. Als Resultat des ersten Analyseschritts hat jede Gruppe einen konkreten Ort innerhalb des eigenen Betrachtungsperimeters bestimmt, der den Ort und obersten Layer repräsentiert.

 

Im zweiten Analyseschritt haben wir die obersten Layer und gefundenen Orte der drei anderen Gruppen als auch unseren Eigenen in Beziehung gebracht und Übereinstimmung der jeweiligen Ordnung der obersten Layer mit unseren, hierarchisiert. Dabei haben wir auch für jeden der drei anderen Orte einen analogen Ort in unserem eigenen Streifen bestimmt.

 

Für den dritten Analyseschritt hat jede Gruppe eine Materialprobe zur Verfügung gestellt, die von ihrem konkreten Ort stammt. Entsprechend der Layerhierarchie des zweiten Analyseschritts wurden diese Materialien geordnet und zu einem dreidimensionalen Objekt zusammengefügt.

 

Die Grundlage für den Entwurf bilden die vorangegangenen Analyseergebnisse und das Raumgerüst der bestehenden Mensa am Park. Die Raumabfolge wird vom Artefakt hergeleitet und die Inhalte von den Themen der vier konkreten Orte bestimmt.