EMPFANGSGEBÄUDE FÜR DAS KLOSTER MEMLEBEN

 

Professur Denkmalpflege und Baugeschichte

Prof. Dr. phil. habil. Hans-Rudolf Meier

 

Das Kloster Memleben liegt ca. 40 km nördlich von Weimar an der „Straße der Romanik“, direkt am Flusslauf der Unstrut. Aus der Gründungszeit, dem 10. Jahrhundert, haben sich bauliche Spuren erhalten; der Großteil der überlieferten Substanz stammt aus dem 13. Jahrhundert. Heute wird das Kloster vorwiegend für kulturelle Zwecke genutzt und zieht jährlich 23.000 Besucher an. Doch von außen ist das Kloster hinter dichtem Baumbestand und einer unscheinbaren Mauer kaum wahrzunehmen; Der Besucher betritt das Klosterareal über ein ehemaliges Pförtnerhäuschen aus DDR-Zeiten, das ästhetisch und funktionell keiner Weise der Bedeutung des Ortes entspricht. Ein neues Empfangsgebäude soll neben der formalen Geste, der Betonung des Klostereingangs verschiedene Funktionen erfüllen: Kasse, Klosterladen, Toiletten u. a. sollen hier Platz finden. Die Planung des Empfangsgebäudes ist der Schwerpunkt der Bearbeitung.

 

Basierend auf die Analyse des großen Ensembles hat sich die Charakteristika des Areals herauskristallisiert. Der Versuch, die Potenziale dieses Ortes maximal zu stärken und die vorhandene Mängel möglichst zu beseitigen, gekoppelt mit gestalterischem Umgang mit der „M“-Symbolik Memlebens, liegt diesem Entwurf zu Grunde.